2. Digitaliwas? – Definitionsangebote

Vielleicht kommt Ihnen das bekannt vor? Gefühlt jede*r spricht derzeit von der “Digitalisierung” – entweder wie wichtig, disruptiv oder bedrohlich diese sei. In “die Digitalisierung” wird viel Hoffnung gelegt oder Schreckensszenarien aufgezogen und manchmal passiert sogar beides gleichzeitig. Keine Meinung zu dem Thema zu haben ist schon fast verdächtig, eine nüchterne Betrachtungsweise die Seltenheit.

Deshalb ist es so bedeutend, dass wir unser hier zugrundegelegtes Verständnis von Digitalisierung transparent machen. Mit Hilfe von zwei Definitionsangeboten wollen wir zu Beginn zu mehr Klarheit im digitalen Nebel beitragen:

Der Begriff der Digitalisierung hat mehrere Bedeutungen. Er kann die digitale Umwandlung und Darstellung bzw. Durchführung von Information und Kommunikation oder die digitale Modifikation von Instrumenten, Geräten und Fahrzeugen ebenso meinen wie die digitale Revolution, die auch als dritte Revolution bekannt ist, bzw. die digitale Wende. Im letzteren Kontext werden nicht zuletzt „Informationszeitalter“ und „Computerisierung“ genannt.

Bendel, Oliver, 2018. Digitalisierung [online]. Gabler Wirtschaftslexikon. Wiesbaden: Springer Gabler | Springer Fachmedien Wiesbaden [Zugriff am: 30.08.2018]. Verfügbar unter: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/digitalisierung-54195/version-277247

Dieser letzte Aspekt – die “Computerisierung” – gewinnt auch auf gesellschaftlicher Ebene eine gewichtige Bedeutung:

Als gesellschaftspolitischer Begriff bezeichnet Digitalisierung einen umfassenden Wandel, der durch digitale Technologien (Computer, Internet, Robotik, Künstliche Intelligenz) vorangetrieben wird und alle Lebensbereiche umfasst: Arbeit, Freizeit, soziale Beziehungen, Konsum, Mobilität und vieles mehr.

Kreidenweis, Helmut, 2018. Digitalisierung [online]. socialnet Lexikon. Bonn: socialnet, 26.01.2018 [Zugriff am: 30.08.2018]. Verfügbar unter: https://www.socialnet.de/lexikon/Digitalisierung

Wir verwenden in dieser Handreichung den Begriff “Digitalisierung” mit diesen impliziten Mehrdeutigkeiten, ohne diese immer auflösen zu können. Anders gesprochen: Ohne die Umwandlung von analogen Signalen (in digitale: 0 und 1 – Strom fließt, Strom fließt nicht) wäre alles Weitere nicht denkbar. Dies ist sozusagen Grundvoraussetzung. Digitale Technologien (singulär und gesamt) spielen oft eine entschiedene Rolle bei den sich hieraus ergebenden gesellschaftspolitischen sowie ethischen Wandlungen und Anschauungen – ohne jedoch Monokausalitäten herstellen zu können. Sind Sie noch dabei? Ok – denn wir denken:

» Unsicherheiten und Veränderungen gilt es auszuhalten und transparent zu machen; Mehrdeutigkeiten und Uneindeutigkeiten sind nicht immer aufzulösen. «

Wir versuchen “einfach”, Sie so gut wie möglich mitzunehmen und sind bemüht zu beschreiben, auf welchen Aspekt der Digitalisierung wir fokussieren. Wenn Sie an einem möglichen wissenschaftlichen Konzept der Annäherung Interesse haben, ist “Mediatisierung als Metaprozess” (Krotz et al., 2017) vielleicht hilfreich.

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2. Digitaliwas? Definitionsangebote

Vielleicht kommt Ihnen das bekannt vor? Gefühlt jede*r spricht derzeit von der “Digitalisierung” - entweder wie wichtig, disruptiv oder bedrohlich diese sei. In “die Digitalisierung” wird viel Hoffnung gelegt oder Schreckensszenarien aufgezogen und manchmal passiert sogar beides gleichzeitig. Keine Meinung zu dem Thema zu haben ist schon fast verdächtig, eine nüchterne Betrachtungsweise die Seltenheit.

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3. Auseinandersetzung mit Digitalisierung - Warum?

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Sprachfähigkeit

Um bzgl. der “Digitalisierung” eine gewisse Sprachfähigkeit entwickeln zu können, bedarf es einer dezidierten Auseinandersetzung mit ebendieser - sowohl theoretisch als auch ganz praktisch. Denn nur auf dieser Grundlage lassen sich zum Beispiel Entscheidungen überhaupt erst (gemeinsam) treffen, nachvollziehen und vor allem davon betroffenen Menschen transparent vermitteln. Darüber hinaus sind wir aufgrund unseres professionellen Selbstverständnisses insofern angehalten sprachfähig zu sein, da nur so die eigene fachliche Positionierung begründet werden kann - hier sind sowohl befürwortende als auch ablehnende Positionen betroffen.

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a) Warum?

b) Wozu?

 

 

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4. Kommunikations-  & Informationsmöglichkeiten für die Soziale Arbeit

Ausgemachtes Ziel dieser Handreichung ist es insbesondere die Chancen und Möglichkeiten der Digitalisierung in den Blick zu nehmen. Im vorherigen Punkt “Worüber reden wir bei ‘Digitalisierung’” beschrieben wir die Mehrdeutigkeit des Begriffs. Die Komplexität wird erneut deutlich, wenn wir folgende Grafik “Kommunikations- & Informationsmöglichkeiten für die Soziale Arbeit” genauer betrachten.

 

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6. Blick in die Glaskugel oder: Wünsche der Autoren

1. Digitale Kompetenzen in Studium und Ausbildung integrieren

2. Soziale Organisationen zukunftsfähig gestalten

3. Räume des Austauschs und der Zusammenarbeit schaffen

4. Digitalisierung geschieht nicht um der Digitalisierungs Willen

5. Fehlerfreundlichkeit zulassen

6. Eigene Gehversuche wagen

7. Männerüberschuss beenden

8. Über Zukunftsforschung und Wahrsagerei und die Begleitung ins Ungewisse

9. Über Katalysatoren, Aggregatoren und Offenheit

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