Denkfolie #3: digital vs. analog → Oder: Digitanalogie denken

Verabschieden Sie sich von dieser Trennung: sie existiert nicht in dem meist verwendeten Sinne. Die Lebensrealität von vielen Menschen (auch jenen, die “bewusst nicht bei WhatsApp und Facebook” sind) ist durchdrungen von “Digitalität”. Nicht nur, dass oft eine gewisse Konnotation bei der so benannten Trennung mitschwingt – sie ist schlicht nicht hilfreich. Nehmen Sie die Digitanalogie als gegebene Realität an. Dies ermöglicht Ihnen im besten Falle neue Sichtweisen auf die bevorstehenden Herausforderungen die es zu meistern gilt.

Die bewusste Positionierung und Entscheidung für oder gegen den Einsatz digitaler Technologien in bestimmten Arbeitsfeldern oder -bereichen erfordert auch die Anerkennung der Lebensrealität von Menschen.

Auch neue Exludierungen oder Zementierung von bestehenden Machtstrukturen ist mitzudenken. Gleich ob “bewusstes nicht dabei sein wollen”, “nicht dabei sein können” oder “dabei sein, aber nicht subjektiv nutzbringend Einsetzen können”: die Digitalisierung wirkt in jeden Bereich hinein.

Zurecht erheben Sie Einspruch, wenn die Denkfolie “Digitanalogie” die grundlegenden Unterschiede zwischen Analogsystemen und Digitalsystemen negiert: Hierzu unbedingt empfehlenswert ist ein unterhaltsamer Vortrag von Prof. Dr. Manfred Faßler mit dem Titel Digitale Dinge, technologische Zustände.

Kurz: Nehmen Sie die Denkfolie der Digitanalogie, um sich bewusst zu machen, dass Digitalisierung (fast) jeden Bereich durchdringt. Die Dichotomie funktioniert im alltäglich verwendeten Sinne nicht. Gleich wie die persönliche Nutzung ausgestaltet ist. Menschen ohne Zugänge zu digitalen/digital vermittelten Angeboten sind von Exklusion betroffen.

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2. Digitaliwas? Definitionsangebote

Vielleicht kommt Ihnen das bekannt vor? Gefühlt jede*r spricht derzeit von der “Digitalisierung” - entweder wie wichtig, disruptiv oder bedrohlich diese sei. In “die Digitalisierung” wird viel Hoffnung gelegt oder Schreckensszenarien aufgezogen und manchmal passiert sogar beides gleichzeitig. Keine Meinung zu dem Thema zu haben ist schon fast verdächtig, eine nüchterne Betrachtungsweise die Seltenheit.

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3. Auseinandersetzung mit Digitalisierung - Warum?

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Sprachfähigkeit

Um bzgl. der “Digitalisierung” eine gewisse Sprachfähigkeit entwickeln zu können, bedarf es einer dezidierten Auseinandersetzung mit ebendieser - sowohl theoretisch als auch ganz praktisch. Denn nur auf dieser Grundlage lassen sich zum Beispiel Entscheidungen überhaupt erst (gemeinsam) treffen, nachvollziehen und vor allem davon betroffenen Menschen transparent vermitteln. Darüber hinaus sind wir aufgrund unseres professionellen Selbstverständnisses insofern angehalten sprachfähig zu sein, da nur so die eigene fachliche Positionierung begründet werden kann - hier sind sowohl befürwortende als auch ablehnende Positionen betroffen.

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a) Warum?

b) Wozu?

 

 

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4. Kommunikations-  & Informationsmöglichkeiten für die Soziale Arbeit

Ausgemachtes Ziel dieser Handreichung ist es insbesondere die Chancen und Möglichkeiten der Digitalisierung in den Blick zu nehmen. Im vorherigen Punkt “Worüber reden wir bei ‘Digitalisierung’” beschrieben wir die Mehrdeutigkeit des Begriffs. Die Komplexität wird erneut deutlich, wenn wir folgende Grafik “Kommunikations- & Informationsmöglichkeiten für die Soziale Arbeit” genauer betrachten.

 

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6. Blick in die Glaskugel oder: Wünsche der Autoren

1. Digitale Kompetenzen in Studium und Ausbildung integrieren

2. Soziale Organisationen zukunftsfähig gestalten

3. Räume des Austauschs und der Zusammenarbeit schaffen

4. Digitalisierung geschieht nicht um der Digitalisierungs Willen

5. Fehlerfreundlichkeit zulassen

6. Eigene Gehversuche wagen

7. Männerüberschuss beenden

8. Über Zukunftsforschung und Wahrsagerei und die Begleitung ins Ungewisse

9. Über Katalysatoren, Aggregatoren und Offenheit

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