Denkfolie #4: Transdisziplinarität und Gesellschaft, Wissenschaft & Praxis: Austausch und Begegnung

Zwar mag diese Denkfolie in einer Handreichung für Praktikerinnen nicht sofort sinnig erscheinen. Wir sind davon überzeugt, dass es Orte braucht, in welchen sich unterschiedliche Akteurinnen sich auf Augenhöhe begegnen können – bspw. in einem offenen Veranstaltungsformat wie “BarCamp”. Wissenschaft muss an der Zusammenarbeit zwischen den Disziplinen dringendes (Eigen-)Interesse haben und zur Realisierung einer inter- wie transdisziplinären Zusammenarbeit hinarbeiten. Doch müssen hier auch Verbindungen zu anderen Gesellschaftsgruppen mitgedacht werden. Und zwar nicht als “Zugang zum Feld” (Wissenschaft → Praxis) oder “Zugang zu Wissen” (Praxis → Wissenschaft), sondern in dem Interesse der wechselseitigen Bereicherung.

Damit es für Sie als Denkfolie vielleicht tauglicher und griffiger wird:

Sprechen Sie mit Ihren Klient*innen, hören Sie zu und fragen Sie um Rat!

  • Wie sind Sie auf uns aufmerksam geworden? (Google?)
  • Was war für Sie auf unserer Website hilfreich oder verwirrend/nicht nützlich?
  • Was war für Sie ausschlaggebend sich an uns zu wenden? (Google MyBusiness Rezensionen/Bewertungen?)
  • Wie haben Sie uns gefunden? (Google Maps?)
  • Wie könnten wir den Zugang für andere Menschen verbessern?

Sprechen Sie mit Expert*innen, “Konkurrenten”, Mitarbeitenden und Wissenschaft!

  • Welchen Stand hat die Wissenschaft und wie lässt sich dieses Wissen anwenden?
  • Welche Erfahrungen haben andere Einrichtungen gemacht?
  • Wie stellen sich Mitarbeitende eine gute Arbeitsumgebung vor?
  • Welche Form der Begleitung können Sie von Berater*innen erwarten und sinnvoll nutzen?

Sprechen Sie mit gesellschaftlichen Interessengruppen!

  • Was sagt der Verbraucherschutz, der ChaosComputerClub, Bitcom, Telekommunikationsanbieter*innen?
  • Was sagt der Dachverband? Was die BAGFW?
  • Welche Hilfe/Infrastruktur dürfen Sie von staatlichen Stellen erwarten?

Uns ist bewusst, dass diese Aufgabe nicht von einer Führungskraft in Eigenregie vollzogen werden kann. Suchen Sie nach Verbündeten, Netzwerken, Austauschmöglichkeiten. Oder initiieren Sie solche. Einen guten und wichtigen Schritt sehen wir beispielsweise in Zusammenschlüssen wie DiTeS – Digitale Technologien und Soziale Dienste.

Kurz: Nutzen Sie diese Denkfolie um zu überprüfen, wie sehr Sie – oder Ihre Mitarbeitenden – womöglich in einer eigenen Bubble gefangen sind. Wie offen sind Sie für den Austausch, Irritationen und Impulse, die von Außen kommen?

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2. Digitaliwas? Definitionsangebote

Vielleicht kommt Ihnen das bekannt vor? Gefühlt jede*r spricht derzeit von der “Digitalisierung” - entweder wie wichtig, disruptiv oder bedrohlich diese sei. In “die Digitalisierung” wird viel Hoffnung gelegt oder Schreckensszenarien aufgezogen und manchmal passiert sogar beides gleichzeitig. Keine Meinung zu dem Thema zu haben ist schon fast verdächtig, eine nüchterne Betrachtungsweise die Seltenheit.

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3. Auseinandersetzung mit Digitalisierung - Warum?

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Sprachfähigkeit

Um bzgl. der “Digitalisierung” eine gewisse Sprachfähigkeit entwickeln zu können, bedarf es einer dezidierten Auseinandersetzung mit ebendieser - sowohl theoretisch als auch ganz praktisch. Denn nur auf dieser Grundlage lassen sich zum Beispiel Entscheidungen überhaupt erst (gemeinsam) treffen, nachvollziehen und vor allem davon betroffenen Menschen transparent vermitteln. Darüber hinaus sind wir aufgrund unseres professionellen Selbstverständnisses insofern angehalten sprachfähig zu sein, da nur so die eigene fachliche Positionierung begründet werden kann - hier sind sowohl befürwortende als auch ablehnende Positionen betroffen.

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a) Warum?

b) Wozu?

 

 

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4. Kommunikations-  & Informationsmöglichkeiten für die Soziale Arbeit

Ausgemachtes Ziel dieser Handreichung ist es insbesondere die Chancen und Möglichkeiten der Digitalisierung in den Blick zu nehmen. Im vorherigen Punkt “Worüber reden wir bei ‘Digitalisierung’” beschrieben wir die Mehrdeutigkeit des Begriffs. Die Komplexität wird erneut deutlich, wenn wir folgende Grafik “Kommunikations- & Informationsmöglichkeiten für die Soziale Arbeit” genauer betrachten.

 

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6. Blick in die Glaskugel oder: Wünsche der Autoren

1. Digitale Kompetenzen in Studium und Ausbildung integrieren

2. Soziale Organisationen zukunftsfähig gestalten

3. Räume des Austauschs und der Zusammenarbeit schaffen

4. Digitalisierung geschieht nicht um der Digitalisierungs Willen

5. Fehlerfreundlichkeit zulassen

6. Eigene Gehversuche wagen

7. Männerüberschuss beenden

8. Über Zukunftsforschung und Wahrsagerei und die Begleitung ins Ungewisse

9. Über Katalysatoren, Aggregatoren und Offenheit

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